[VERSCHOBEN] Achtung Neustadt! Mögliche Evakuierung 10. oder 11. März 2026 Bombenblindgänger am Neustädter Elbufer

Blog-Artikel

Von: Ronny | Veröffentlicht: 19.02.2026 14:42 | Aufrufe: 220
Bei der Kampfmittelsondierung auf dem Baufeld der neuen Carolabrücke wurden am Neustädter Elbufer zwei Verdachtsstellen gefunden, die auf Weltkriegsbomben hindeuten. Am 10. oder 11. März 2026 werden diese Stellen genauer untersucht. Wird ein Blindgänger bestätigt, droht eine Evakuierung von rund 18.000 Menschen im 1.000-Meter-Radius. Anwohner sollten sich jetzt vorsorglich auf dieses Szenario vorbereiten, die NINA-Warnapp installieren und das Bürgertelefon der Stadt im Blick behalten: 0351 – 488 76 66.

Was bisher geschah

 

Nachdem beim Abriss der eingestürzten Carolabrücke im Jahr 2025 bereits mehrere Blindgänger ans Licht kamen, wurde das gesamte künftige Baufeld seit Oktober 2025 systematisch durch eine Fachfirma untersucht. Ergebnis: 31 sogenannte „Störstellen" in zwei bis vier Metern Tiefe wurden geortet – davon gelten 29 als unkritisch. Zwei Stellen jedoch zeigen Anomalien, die auf echte Fliegerbomben hindeuten könnten.

Seit Montag, 16. Februar 2026, werden auf den Elbwiesen auf der Neustädter Seite zunächst die als unkritisch eingestuften Stellen geöffnet und überprüft. Diese Arbeiten sollen voraussichtlich bis Mitte März 2026 abgeschlossen sein.

 

Was am 10. oder 11. März 2026 passieren könnte

 

Ab Montag, 9. März 2026 Am 10. oder 11. März 2026, sollen die beiden besonderen Verdachtspunkte untersucht werden. Wird dabei tatsächlich ein scharfer Bombenblindgänger aufgefunden, kann in der 11. Kalenderwoche (10. oder 11. März 2026) eine Entschärfung mit Evakuierung notwendig sein.

Der Evakuierungsbereich würde einen Radius von 1.000 Metern um die mutmaßliche Fundstelle am Baufeld des Neustädter Ufers umfassen. Davon wären nach derzeitiger Einschätzung rund 18.000 Menschen betroffen.

Im möglichen Evakuierungsgebiet liegen unter anderem Landesbehörden, Gerichte, das Neue Rathaus sowie Alten- und Pflegeheime, Kindertagesstätten und weitere soziale Einrichtungen.

 

Was Anwohner jetzt tun sollten

 

Die Stadt Dresden empfiehlt, sich frühzeitig vorzubereiten:

  • Frühzeitig mit Freunden, Familie oder Bekannten abstimmen, ob im Evakuierungsfall eine vorübergehende Unterkunft möglich ist
  • Im schlimmsten Fall kann eine Evakuierung länger als 24 Stunden dauern
  • Wer keine private Unterkunft hat: Die Stadt plant eine Notunterkunft in der Messe Dresden
  • Auch kurzfristig vor dem 9. März 10. oder 11. März 2026 kann eine Evakuierung nötig werden, falls bereits bei den laufenden Arbeiten ein Blindgänger gefunden wird

 

 

Möglicher Evakuierungsbereich

Möglicher Evakuierungsbereich

 

So bleibt ihr informiert

 

Die Stadt Dresden warnt im Ernstfall über mehrere Kanäle:

  • NINA-Warnapp (Modulares Warnsystem des Bundes) → empfehlenswert, jetzt schon installieren!
  • Offizielle Website: dresden.de/bombe
  • Evakuierungsinformationen: dresden.de/evakuierung
  • Bürgertelefon: 0351 – 488 76 66 (Mo–Do 9–17 Uhr, Fr 9–14 Uhr)
  • Social-Media-Kanäle der Landeshauptstadt Dresden

 

Zur Erinnerung: Was bisher passierte

 

Die Carolabrücke kollabierte im September 2024 teilweise und wurde anschließend abgerissen. Beim Abriss wurden mehrere Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden – darunter im August 2025 eine britische Fliegerbombe, für deren Entschärfung rund 17.000 Menschen evakuiert werden mussten. Die aktuelle Sondierung ist eine direkte Konsequenz aus diesen Funden und dient der Vorbereitung des Neubaus.

 

 

Quellen:

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